Darmstädter Textwerkstatt / Zentrum junge Literatur

Seit 1998 wird unter Leitung des Schriftstellers Kurt Drawert die Darmstädter Textwerkstatt durchgeführt, ein Forum für junge Literatur, das inzwischen zu einer anerkannten Instanz der Nachwuchsförderung im Rhein/Main-Gebiet wurde und auch überregional frequentiert ist. Ziel der über ein bis zwei Jahre fortlaufenden Seminare und Autorenbetreuung ist es, den jungen oder publizistisch noch unerfahrenen Schreibenden einen vor den Erwartungen der Öffentlichkeit geschützten Raum des Dialogs anzubieten, ein Experimentierfeld der Verständigungen und der kritischen Reflexion. Am Ende einer jeden Werkstatt, in der auch Texttheorie und ein „Handwerk des Schreibens“ vermittelt werden, erscheint eine von der Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützte Publikation und findet eine öffentliche Lesung aller Teilnehmer im Literaturhaus statt. In den nur wenigen Jahren ihres Wirkens sind aus der Darmstädter Textwerkstatt Autoren hervorgegangen, die in renommierten Verlagen debütieren oder angesehene Preise gewinnen konnten und unterdessen zum anerkannten literarischen Nachwuchs zählen. Auf Grund der großen Nachfrage und einer erfolgreichen Zwischenbilanz, wurde die Darmstädter Textwerkstatt im Januar 2004 zum „Zentrum junge Literatur“ erweitert. Das „Zentrum junge Literatur“ ist allen zugänglich, die kreativ schreiben und eine kompetente Unterstützung ihrer Bemühungen suchen. Es richtet „offene“ Werkstattabende aus, stellt den Kontakt der Schreibenden untereinander her und kooperiert mit anderen Schreibgruppen der Region. Am jeweils ersten Mittwoch des Monats richtet es eine „Lesebühne“ ein, zu der jeder nach Voranmeldung seine Texte vortragen und diskutieren kann. Die interessantesten Beiträge und Autoren werden für die Darmstädter Textwerkstatt empfohlen und in Einzellesungen sowie einer alle zwei Jahre erscheinenden Anthologie der Öffentlichkeit vorgestellt. Das „Zentrum junge Literatur“ ist ein Modell der Förderung und Pflege des literarischen Nachwuchses und steht in einer Tradition vor allem zum Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis.