Norbert Lange

Portrait

Geboren 1978 in Gdynia/Polen, aufgewachsen in Lahnstein/Rheinland. Studierte in Berlin Philosophie, Kunstgeschichte und Judaistik; von 2002-2006 am Deutschen Literaturinstitut; lebt in Leipzig.

Lyrik „Rauhfasern“, Lyrikedition2000, München 2005

Libretto „Informationen über Bartleby“ – Kurzoper von Benjamin Schweitzer
UA 18. Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, 2004;
Textbuch im Schott Musik Verlag, 2005

Chor- und Liedtexte für „Hallraum Leipzig“
UA im Loft Leipzig, 2006

Poetryfilm „Die Ameise ist ein homerischer Held auf Reisen“, 2003
„Hölle mit und ohne Fahrplan. Horrorfilm“, 2005
„Schicht, Engelbertstrasse“, Gedichtbeitrag für
den Film „Fische im Sand“, 2007

Anthologien/ u.a. Jahrbuch der Lyrik 2006, comma, edit, bellaTriste, Manuskripte
Zeitschriften
Gedichte und ein Essay „mit anderen Worten – mit anderen Augen“
(zu Sabine Scho) in Text + Kritik 171 „Junge Lyrik“, 2006

Gedichte in „Quellenkunde“, Lyrikedition2000, München 2007

 

Gedicht

Zerrrrhakkt, heisst das: selbst die Tannen
Bretter (?) (20mm); das Reisszeug ist die
Feder, mit der der zerrrrhakkt selbst den Lack
Der der flatterflatter Gefieder-Tarnanstrich
Jetzt der Vogel in den Blick reisst tirili am Loft
Gezeter, weil dem sein Seelchen, sichtlich

Vom anderen überrascht, andere Sprache spricht;
In eine Irre Sprödigkeit vom Gefieder jetzt
Blick in den Vogel Seelenloft, die Federn springen
Spätzchen sicher irritiert von dieser ganz ganz
Schiefen Seelenkunde rotesrotes STÜKK Riemen
Vom Spatz, an sich: wie an einem Kabel hängt

Wie Radio der Mieter; das der weniger von beiden
Passende piepmatzinternes Geschlinge sonst
Kein Ton erzeugt, was den zerrrrhaut hat Piepmatz

Samt und sonders vom kleinen kleineren Vogel
Pulsendes Hertz grad die Seele aus dem Schnabel
Zieht, den Putz von Vogelhäuschentarnanstrich.