Heuser, Andrea

geb. 1972 in Köln, studierte Germanistik, Politik und Religionswissenschaft in Köln und Bonn, lebt heute in München. 1997 erfolgte ein längerer Aufenthalt in einer Indianerreservation im Mittleren Westen der USA im Auftrag des ‚Service Civil International’ (SCI).
Von 1996 bis 2000 war sie zunächst studentische, dann wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln; 2001-2004: Promotionsstipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung. Lehraufträge an der Universität zu Köln, wissenschaftliche Rezensionen, Essays. Promotion über die deutsch-jüdische Gegenwartsliteratur (noch in Arbeit).
2004 gründete sie zusammen mit Dr. Martin Hielscher (C.H. Beck) die Autorenwerkstatt für Lyrik & Prosa, die ab April 2005 am Münchener Lyrik-Kabinett stattfinden wird.
Literarische Arbeiten im Bereich Lyrik, Prosa und Musiktheater. Lyrik-Veröffentlichungen bislang in Zeitschriften und Anthologien, u.a. in der edition DAS GEDICHT; der Reihe dtv/hanser sowie bei Libri-BoD.

Bibliographische Nachweise. Gedichte in:
Das kleine Liebeskarussell der Poesie, edition DAS GEDICHT (2001); liberal. Vierteljahreshefte für Kultur und Politik, hrsg. v. Lutz Rathenow; u.a. (Heft 3. 2003); Meine schöne hässliche Geliebte, hrsg. v. Tatiana Hänert u. Marta Reichenberger, München 2003; Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Die schönsten Liebesgedichte, hrsg. v. Anton G. Leitner, dtv/hanser, München 2004; Grün pflanzen, hrsg. v. Anton G. Leitner (Libri-BoD, Frühjahr 2005).
Lyrik-Vertonungen in der ‚edition zeitklang’ (2000) und bei ‚amphion records’ (2002).
Libretto: „Doktor Popels fiese Falle“ (UA: Oper Frankfurt Juni 2001; Musik: Moritz Eggert); Musiktheater: „Hans im Glück, zurück“ (UA: Haus der Kunst, München Juli 2003, Musik: Markus Schmitt); „Ariadne. Eine musikalische Spurensuche“ (UA: i-camp, München Januar 2005. Musik: Helga Pogatschar); „Die Tierparade“ (UA: Haus der Kunst, München Juni 2005. Musik: Helga Pogatschar).

Gedicht

REWIND

an diesem morgen
wachten wir leiser auf.
das zimmer war so kalt
vom regen

über deinem gesicht
das haar gefächert, fingerbreit
dahinter die augenlider
ganz bei dir bewegten sich
mich, es ist
                  nicht gewesen