2005 – Mikael Vogel

Vogel, Mikael

geb. 1975 in Bad Säckingen. 1994 Aufbruch und Beginn einer neuen, einer ausschließlichen Schreibexistenz; 6 Jahre lang Arbeit an einer umfangreichen ersten Prosa 'Seelensturm'. Im Jahr deren Abschlusses verschiedene weitere Prosaarbeiten, dann Gedichte. Seither, seit 2000, fast ausnahmslos Gedichte; mehrere Manuskripte. Erste Veröffentlichung 2001 in der Zeitschrift mannuskripte.
2002 Hermann-Lenz-Stipendium. Kürzere Aufenthalte in Amerika, Paris, Saarbrücken, dann ab 1996 in Freiburg, seit 2003 Berlin.
Mehrere Lyrikübersetzungen vor allem aus dem Englischen, u.a. Sylvia Plaths 'Ariel' und weitere späteste Gedichte, und T.S.Eliots 'Wüstes Land'.

Gedicht

Die Stellen die Leere zum ewigen Trank

 die Spiele der Vögel wegge-

Waschen; im Grunde die See -        und Notspatzen, wann immer
Die Elster nah; die Bade, in heiliger Traufe, in das Licht,

Heilige Schar - Tage des Wesens Wild; diese Luft-

Brunnen (die oberste Kate); die Tauchgänge der Vögel in den
Zweigen und Text - wilde Haferehe; so rauschen die runden

Weichheiten und Tage;               (deine Augenlieder).. die inner-

Gesichtlichsten Ausreimungen; schönste

Spatzenfütterungen von Roben und Pracht im nahsten
Augennah in den Ästen; so zungenküßten in den Bäumen sich die

Jungen Vögel - und Außenkrause des Baums


       die Regenverspeisung (dein Augengesang)

       wo spannen die Vögel ihre Regenfedern auf

Auszeichnungen / Förderungen

2002

  • Hermann-Lenz-Stipendium.

Veröffentlichungen / Publikationen

2003

  • manuskripte 160/2003 ('Aerogramm'; 'Marsmenschelegie') [Lyrik]

2002

  • manuskripte 155/2002 ('Aus: Das Weltall fällt, in sonderbar geformten Stücken. Ein Nachlaß. Konvolut eines vergeblichen Dichters, nicht nachgeordnet.') [Prosa]
  • manuskripte 158/2002 ('Danknotat') [Lyrik]

2001

  • manuskripte 151/2001 ('Endzeitmull'; 'Strömungen'; 'Innsbruck' ) [Lyrik]
  • manuskripte 154/2001 ('Aus: Blutlinie zurück. Elegien. Selbstgespräch, im alten Kostüm') [Lyrik]