2019 – Saskia Warzecha

Warzecha, Saskia

*1987 in Peine. Studium der Computerlinguistik in Potsdam, anschließend Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Veröffentlichungen in Edit, den Jahrbüchern der Lyrik 2017 und 2018, BELLA Triste, der Gegenstrophe, Epilog, poet und weiteren. Mitherausgeberin der „Tippgemeinschaft 2016“ und der Lyrik-Anthologie „Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten“ (poetenladen, 2017). Sie leitete die Lyrik-Redaktion im STILL Magazine und ist ab 2019 Herausgeberin der Lyrikzeitschrift Transistor. Sie war 2016 Finalistin beim 24. Open mike und gewann 2017 den Münchner Lyrikpreis. Für 2019 erhielt sie das Berliner Senatsstipendium. Ihr Debüt „Approximanten“ erscheint in diesem Jahr bei Matthes & Seitz.

Gedicht

näher ich mich meinen gegenständen unruhig an, brauch:
solche, die sich biegen, nie zur neige gehen. mir inkrementelles
erfassen versprechen. ich muss noch fragen, wie viele stück das
sind, wie das geht, dass ich an dieser stelle schon mal war. ach,
ein rückwärtskompatibles system, dies, was hier vor mir liegt,
dies land. träumte einen schlafenden logiker. fand ihn zu beginn
dieser wiederentdeckung bereits mehrfach an. empfand reue,
dann mut, dann wachte er auf. er spricht: das hier ist schon die
ganze zeit gewesen. so
. was machte, dass ich von ihm träumte? in
meinen träumen nicht sah, was er sah, als er schlief? und sein
stieftraum doch ganz meiner war, als wir erwachten. das
blinzeln der dinge unterbrach, von denen vorher die rede war,
dann ganz namenlos, er: wie zuvor.

Auszeichnungen / Förderungen

2019

  • Berliner Senatsstipendium

2017

  • 1. Platz Münchner Lyrikpreis

2016

  • Finalistin 24. open mike

Veröffentlichungen / Publikationen

2019

  • Approximanten, Berlin: Matthes & Seitz 2019

2018

  • Jahrbuch der Lyrik 2018. Hg. Christoph Buchwald, Nico Bleutge, Frankfurt am Main: Schöffling & Co 2018.
  • Aus Mangel an Beweisen, Deutsche Lyrik 2008–2018. Hg. Michael Braun, Hans Thill, Heidelberg: Wunderhorn Verlag 2018.
  • Das Gedicht und sein Double, Die zeitgenössische Lyrikszene im Portrait. Hg. Nancy Hünger, Helge Pfannenschmidt, Dresden: edition AZUR 2018.
  • Die Epilog, Zeitschrift zur Gegenwartskultur. Ausgabe 7, Hg. Mads Pankow, Weimar: Große Fahrt Weimar 2018.
  • poetin. Ausgabe 24, Hg. Andreas Heidtmann. Leipzig: poetenladen Verlag 2018.
  • Gegenstrophe, Blätter zur Lyrik. Ausgabe 9, Hg. Michael Braun, Kathrin Dittmer, Martin Rector, Hannover: Wehrhahn Verlag 2018.
  • Sachen mit Woertern. Ausgabe 8, Hg. Anneke Lubkowitz, Mena Koller u. a., Berlin: Sachen mit Woertern 2018.

2017

  • Jahrbuch der Lyrik 2017. Hg. Christoph Buchwald, Ulrike Almut Sandig, Frankfurt am Main: Schöffling & Co 2017.
  • BELLA Triste. Ausgabe 49, Hg. Tatjana von der Beek u.a., Hildesheim: BELLA Triste 2017
  • Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten. Hg. Sibylla Vričić-Hausmann u. a., Leipzig: poetenladen Verlag 2017.

2016

  • Anthologie des 24. open mike. Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik. Die 20 Finaltexte. Hg. Haus für Poesie Berlin. München: Allitera Verlag 2016.
  • Edit. Ausgabe 71, Hg. Mathias Zeiske, Kathrin Jira, Leipzig: Edit 2016.
  • Tippgemeinschaft 2016, Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Hg. Alexander Kappe u. a., Leipzig: Connewitzer Verlagsbuchhandlung 2016.

2015

  • Jenny. Ausgabe 2, Hg. Norbert Kröll u. a., Wien: Jenny 2015.

2014

  • Ich möchte, dass es mich etwas angeht. Hg. Esther Dischereit, Ferdinand Schmatz. Edition Angewandte, Wien: DeGruyter 2014.